Liebe Patientin, lieber Patient,

 

leiden Sie unter Erkältungsbeschwerden, Fieber oder Verlust des Geruchs-/Geschmackssinnes?

Dann rufen Sie uns bitte zunächst an (04131-46046) und kommen NICHT einfach in die Praxis! Wir können dann Diagnostik wie Abstriche kurzfristig mit Ihnen planen.

Bitte installieren Sie die Corona-Warn-App. Sie helfen damit, Infektionsketten nachzuverfolgen. Außerdem sind Corona-Tests kostenlos, wenn die App alarmiert hat.

 

 

Internisten bei der St. Johanniskirche

 

Dr. med. Oliver Struck

Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin

 

Dr. med. Christian Gade

Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin, Allergologie,

Lungen- und Bronchialheilkunde (Pneumologie)


Dr. med. Karen Olah

Fachärztin für Innere Medizin, Infektiologie (angestellt)

 

Werner Otte

Facharzt für Allgemeinmedizin (angestellt)

Hausärztliche Versorgung

 

Grippeimpfung

Grippeschutzimpfung

Wir führen die jährliche Schutzimpfung gegen Virusgrippe („Influenza“) durch. Der diesjährige Impfstoff ist jetzt verfügbar! Dabei begrüssen wir, dass auch in diesem Jahr alle Patienten den modernen 4-fach-Impfstoff erhalten. Sinnvoll ist eine Impfung ab Oktober. Gerade in diesem Jahr sollten sich möglichst viele Menschen impfen lassen!

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Coronavirus SARS-CoV-2, COVID-19-Erkrankung

 

Coronavirus

Das neuartige Coronavirus breitet sich derzeit weltweit aus. Seriöse Informationen bietet u.a. das Robert-Koch-Institut. Viele Fragen, die uns häufig gestellt werden, haben wir in den FAQs unten auf der Seite beantwortet.

Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten). Bitte installieren Sie auch die Corona-Warn-App. Wir haben dies zur aller unserer Sicherheit auch getan! Sie helfen damit, Infektionsketten nachzuverfolgen. Außerdem sind Corona-Tests kostenlos, wenn die App alarmiert hat.

 

Handschuhe Mundschutz

Bisher hatte wir in unserer Praxis keinen einzigen akuten Erkrankungsfall. Der Praxisbetrieb läuft somit regulär und verschärften Hygienebedingungen weiter: Wir schütteln z.B. keine Hände mehr und desinfizieren mehrfach täglich kritische Bereich wie Türklinken und Handläufe. Die Praxisräume werden regelmäßig gelüftet. Zu Ihrer Sicherheit verwenden wir medizinischen Mund-/Nasenschutz. Gleichzeitig werden Infektpatienten räumlich und zeitlich getrennt versorgt. Auch die Lungenfunktionsprüfung ist möglich, da wir ohnehin grundsätzlich Einmalmaterial verwenden und Filter der Schutzklasse FFP3 (für SARS-CoV-2 wäre schon FFP2 ausreichend).

 

Wenn Sie unter Erkältungsbeschwerden leiden, rufen Sie uns bitte zunächst an (04131-46046) und kommen NICHT einfach in die Praxis! Das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsämter empfehlen, bei ALLEN Patienten mit Erkältungssymptomen und/oder Verlust des Geruchs-/Geschmackssinnes großzügig Abstriche auf das neuartige Coronavirus durchzuführen. Daran orientieren auch wir uns.

Abstrich

Wir können in unserer Praxis Abstriche durchführen. Bitte melden Sie sich hierfür wie immer telefonisch an: 04131-46046.

Auch können wir Reise-Rückkehrer untersuchen. Die Befunde werden uns vom Labor in der Regel innerhalb von 24 Stunden übermittelt. Sie erhalten von uns zusätzlich einen QR-Code, mit dem Sie Ihr persönliches Abstrichergebnis direkt mit der Corona-Warn-App abrufen können.

Update (12.09.2020): Abstriche bei asypmptomatischen Lehrkräften: Das Land Niedersachsen möchte Lehrerinnen und Lehrern ohne irgendwelche Symptome "Corona-Abstriche" anbieten. Das halten wir für nicht sinnvoll. Typischerweise liegen Abstrichergebnisse ein- bis zwei Tage später vor. Was nützt es zu wissen, vorgestern keine SARS-CoV-2-Infektion gehabt zu haben? Oder vor zwei Wochen? Oder vor 2 Jahren? Das ist nur einen Momentaufnahme, die zum Zeitpunkt der Ergebnissmittelung schon wieder überholt ist. Wir haben bisher in unserer Praxis grundsätzlich Diagnostik dann durchgeführt, wenn wir sie für die Gesundheit des individuellen Patienten für sinnvoll erachten. Dies ist hier in keiner Weise gegeben, so dass wir diese Abstriche nicht durchführen. Selbstverständlich dürfen sich alle Patienten mit Symptomen bei uns melden. Dann sind Abstriche auch zur Ausschlußdiagnostik vernünftig. Nähere Ausführungen auch zur diesbezüglich wichtigen Testungenauigkeit finden Sie unten auf der Seite in den FAQs.

Darüber hinaus können wir Antikörper-Diagnostik aus dem Blut durchführen. Damit kann überprüft werden, ob bereits Konakt zum dem neuen Coronavirus stattfand. Zwischen der Durchführung des Tests und Kontakt mit Verdachtsfällen sollten aufgrund der Inkubationszeit ca. 4 Wochen liegen, um ein verlässliches Ergebnis zu erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Testgenauigkeit und -zuverlässigkeit angesichts der neuartigen Erkrankung noch nicht vollständig gesichert und wird ständig weiterentwickelt.

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  • Häufige Fragen - FAQ - Coronavirus

    • Was ist COVID-19?

      COVID-19 ist die offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Sie kann viele Organe befallen. Neben der Lunge rücken die Blutgefäße mehr und mehr ins Blickfeld der Medizin.

    • Abstriche bei beschwerdefreien Lehrkräften

      Sind Abstriche bei beschwerdefreien Lehrkräften, so wie sie das Land Niedersachsen jetzt anbieten/"verschenken" möchte sinnvoll? Klare Antwort: Nein! Zur Erklärung: 1. Was sagt ein negativer Abstrich aus? Es ist einen Momentaufnahme. Typischerweise liegen Abstrichergebnisse ein- bis zwei Tage nach dem Abstrich vor. Die- oder Derjenige weiss dann, dass sie oder er vor 1-2 Tagen negativ war, Was nützt es zu wissen, vorgestern keine SARS-CoV-2-Infektion gehabt zu haben? Oder vor zwei Wochen? Oder vor 2 Jahren? Diese Information ist zum Zeitpunkt der Ergebnissmittelung schon wieder überholt. Da ja ausdrücklich beschwerdefreie Menschen abgestrichen werden sollen, könnten sie sich zum Abstrichzeitpunkt in der ca. 5-tägigen Inkubationszeit befinden und in dem Moment, wo sie das Ergebnis erhallten, schon positiv sein. Denken dann aber irrtümlich, sie sein negativ. 2. Was sagt ein positivier Abstrich aus? Zunächst einmal auch nicht viel, da die Lehrkraft ja beschwerdefrei ist. Angesicht der Vielzahl der geplanten Tests, fällt die Testungenauigkeit um so mehr ins Gewicht: Die Spezifität des Abstrichs ist hoch, aber eben nicht 100%. Derzeit rechnen wir mit ca. 1:1000 falsch positiven Befunden. Das bedeutet konkret: Wenn die angedachten 100.000 Lehrkräfte 2x getestet werden, sind es 200.000 Tests. Davon werden z.B. durch Verunreinigungen und Laborungenauigkeiten ca. 200 positiv ausfallen, obwohl die betreffenden Pädagogen gar nicht infiziert sind. Es werden 200 Familien der betreffenden Personen zu Unrecht beunruhigt und genauso wie Schulklassen oder ganze Schulen in Quarantäne geschickt. Dies wird weitere unnötige Tests von Schülern und Angehörigen nach sich ziehen. 3. Wie groß ist das Risiko überhaupt? Die SARS-CoV-2-Pandemie verhält sich in vielen Punkten vollkommen anders als die bisherigen Grippe-Pandemien. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die deutliche geringe Ausbreitung unter Kindern. Während Kinder und Schulen bei jeder Grippe-Pandemie wesentlicher Multiplikator sind, ist dies nach den bisherigen Publikationen und eigenen Erfahrungen bei SARS-CoV-2 nicht der Fall. Am niedrigsten ist das Risiko in Grundschulen und Kindergärten. Betrachtet man z.B. die Zahlen des repräsentativen Bevölkerungsscreenings aus Island, so ergibt sich, dass in der Bevölkerungsscreening-Gruppe kein Kind unter zehn Jahren positiv getestet wurde. Bei den Zehnjährigen und älteren Kinder waren es 0.8%. Auch in den größten Kohorten aus China, Italien und den USA waren nur ein bis zwei Prozent aller Patienten unter 18 Jahre alt. Aufschlussreich ist auch eine Untersuchung aus den Niederlanden, bei welcher der altersspezifische Anteil der Übertragung von SARS-CoV-2 analysiert wurde. Hier haben erkrankte Kinder und Jugendliche keine (0/43) Kontaktperson angesteckt, bei erkrankten Erwachsenen hingegen infizierten sich neun Prozent (55/611) aller Kontakte. Nach unseren Informationen sind bisher in Niedersachsen (Stand 12.09.2020) 24 Schüler und 4 Lehrer bisher positiv getestet worden. Das ist eine gemessen an landesweit mehr als einer Million Schüler eine verschwindend geringe Zahl. Gleichzeitig sind die Infektionszahlen gerade in Niedersachsen relativ gering. Lehrkräfte arbeiten nach dem eben Gesagten im niedrig-Risikobereich. 4. Wie sind die Testkapazitäten? Die Laboratorien laufen derzeit für Abstriche (PCR) an der Kapazitätsgrenze. Der Nachschub an Testreagenzien ist ebenfalls begrenzt und schon jetzt problematisch. Auch wenn in Deutschland jetzt weniger Reiserückkehrer eintreffen, ist dies kein deutsches Problem, sondern eine weltweites Thema mit steigenden Fallzahlen u.a. in Frankreich und Spanien. Oft wird auch völlig vergessen, dass es neben COVID-19 noch einige andere Erkrankungen gibt, für die PCRs benötigt werden wie z.B: HIV/AIDS. 5. Warum sollen nur Lehrerinnen und Lehrer abgestrichen werden? Ehrlich gesagt verstehen wir das auch nicht! Das Angebot richtet sich ausdrücklich nur an die rund 100.000 Lehrer, Schulleiter und Sozialpädagogen des Landes. Städtische Mitarbeiter wie z.B. Hausmeister oder Bürokräfte können sich nicht testen lassen. Die Behörde räumt ein, dass es um das „gute Gefühl“ der Lehrer geht. Diese sollte nach unserer Auffassung besser durch Aufklärungsarbeit als durch Verschwendung von Ressourcen geschaffen werden. Wir respektieren die Sorgen. Dieser Weg ist aber ungeeignet: Wer als Lehrerin oder Lehrer beunruhigt zur Arbeit geht, kann nach einem negativen Abstrich auch nicht beruhigter seinem Beruf nachgehen. Wir z.B. gehen auch weiterhin gern zur Arbeit, obwohl wir regelmäßig Kontakt zu kranken und infizierten Menschen haben und nicht nur zu beschwerdefreien Schülern in einem Landkreis/Bundesland mit niedrigen Infektionszahlen.

    • Gibt es eine Therapie für COVID-19?

      Ja und Nein. Inzwischen können wir die Erkrankung in gut entwickelten Gesundheitssystemen, wie in Deutschland, gut behandeln. Dabei gibt es noch keinen echten Durchbruch einer spezifischen Virustherapie. Mit Remdesivir, einem antiviralen Medikament, wurde ein erster Ansatz gemacht. Das Medikament verkürzt in Studien die Krankheitsdauer. Evtl. sinkt auch die Sterblichkeit. Eine entsprechende Zulassung in den USA und in Europa wurde von den Behörden erteilt. Das Medikament steht in Deutschland auch zur Verfügung. Auch niedrig dosiertes Cortison für wenige Tage kann in der Akutphase zu einer deutlichen Verbesserung beitragen. Die dadurch behandelte überschiessenden Immunantwort auf das Virus verbessert die Prognose. Dies zeigen inzwischen gleich mehrere Studien. Die Forschung läuft intensiv mit weiteren aussichtsreichen Substanzen. Wesentlich ist offenbar eine vorübergehende "blutverdünnende" Therapie. In der Summe sind wir in der Medizin viel weiter, als noch zu Beginn der Pandemie. Die Fallzahlen steigen zwar insgesamt. Die Sterblichkeit aber sinkt erheblich auch durch die Fortschritte in der Therapie.

    • Mutiert das Virus? Wird es gefährlicher?

      SARS-CoV-2 unterliegt Mutationen wie viele andere Viren auch. Das ist ein normaler Vorgang, wenn bei der Virusvermehrung kleine Ungenauigkeiten entstehen und sich das Virus seiner Umgebung anpasst. Dabei mutiert das neue Coronavirus relativ langsam. Es gibt inzwischen eine dreistellige Zahl unterschiedlicher Subtypen, die sich aber alle recht ähnlich sind. Eine Mutation bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Virus gefährlicher oder gar tödlicher wird: Für die Ausbreitung eines Virus ist es von Vorteil, wenn der Wirt - in diesem Falle der Mensch - am Leben bleibt. Oft führen Mutation zu einer erhöhten Ansteckung, nicht aber zu schwereren Krankheitsverläufen. Möglich ist sogar eine Entwicklung zu milderen Verläufen durch eine Abschwächung des Virus. Eine aggresive Form ist für das Virus nicht von Vorteil. Weltweit dominiert derzeit der Typ "D614G". Die Impfstoffentwicklung wird durch die geringe/langsame Mutation begünstigt.

    • Wie weit ist die Impfung?

      Es gibt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit etwa 180 Projekte zur Entwicklung von Impfstoffen=Vakzinen weltweit. 35 Impfstoffkandidaten befinden sich bereits in klinischen Studien. In Deutschland haben das Mainzer Unternehmen BioNTech und die Tübinger Firma CureVac mit klinischen Prüfungen im Menschen begonnen. Dabei sind die ersten Präparate in die Phase 3 eingetreten. Das bedeutet, diese Impfstoffe haben bereits Tests an Tier und Mensch erfolgreich durchlaufen: Verträglichkeit und Immunantwort sind positiv. Jetzt werden die Impfstoffe an vielen tausend Freiwilligen getestet, um die Wirksamkeit zu beweisen. Der Impfstoff der Oxford University wird z.B. seit Anfang Juli in Brasilien verwendet. Auch die Impfstoffe von BioNTech aus Mainz und Moderna aus den USA gingen im Juli in die Phasen 2b bzw. 3 und werden an über 30.000 Menschen gestet. Weitere Studien laufen u.a. in Südafrika und Indien. Auch die chinesichen Firmen Sinovac und Sinopharm testen in Brasilien und den vereinigten arabischen Emiraten. Völlig unklar ist die Situation hinsichtlich des russischen "Sputnik" Impfstoffes, der offenbar ohne abgeschlossene Studien in Russland zugelassen wurde. Verlässliche wissenschaftliche Daten fehlen bisher bzw. sind offenkundig nicht glaubwürdig oder sogar manipuliert. Es wird noch dauern, bis wir wirklich verlässliche Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten haben. Diese Sicherheit brauchen wir, um als Ärzte uns selbst, unseren Mitarbeitern und Ihnen als Patienten weltweit einen wirklich verlässlichen und verträglichen Impfstoff guten Gewissens geben zu können. Diesen Winter werden wir wohl ohne breit verfügbaren Impfstoff auskommen müssen. Ganz neu sind viele dieser Impfstoff übrigens nicht. Häufig werden alt bekannte Impfstoffe "umgebaut". Viele Fragen sind aber noch offen: Schützt der Impfstoff zuverlässig? Wie viele Impfungen sind nötig? Wie lange hält der Schutz an? Wirkt der Impfstoff bei allen Altersgruppen?

    • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben?

      Das kann seriös niemand ganz genau beantworten, weil wir schlicht nicht wissen, wie viele Menschen evtl. auch unbemerkt erkrankt sind bzw. waren. Anfang Juli waren in Deutschland ca. 200.000 COVID-19-Fälle bekannt, von den etwa 9.000 gestorben sind. Das sind ca. 4.5% Fallsterblichkeit. Aber: Wahrscheinlich gibt es viel mehr Erkrankungsfälle - dann wäre die Sterblichkeit auch viel geringer. Entscheidende Risikofaktoren sind: Alter (der Altersdurchschnitt der verstorbenen Patienten liegt bei etwas über 80 Jahren), Übergewicht, Gefäßerkrankungen und damit wahrscheinlich auch Rauchen. Eine andere Betrachtungsweise berücksichtigt die Gesamtsterblichkeit: In Deutschland sind in der ersten Jahreshälfte 2020 mit COVID-19 nicht mehr und nicht weniger Menschen gestorben, als in den Jahren zuvor ohne SARS-CoV-2. Dies ist sicher auch den Schutzmaßnahmen und dem medizinischen Fortschritt in der Behandlung dieser Krankheit zu verdanken. Inzwischen ist die Sterblichkeit an COVID-19 in Deutschland messbar gesunken. Dies liegt u.a. an dem jüngeren Durchschnittsalter der Patienten.

    • Wie schütze ich mich und andere am besten?

      Abstand halten und gute Händehygiene (Seife!) sind wohl die entscheidenden Faktoren. Große Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bergen das höchste Risiko. Wenn wir gut lüften oder uns im Freien aufhalten, hat es das Virus deutlich schwerer, Menschen zu infizieren. Mund-Nasen-Masken können einen gewissen Schutz bieten. Gerade selbstgenähte Masken bringen wahrscheinlich deutlich weniger Schutz als die oben aufgeführten Maßnahmen. Vergessen wir nicht: Das Virus ist so klein, dass wir es nur unter dem Elektronenmikroskop sehen. Es verbreitet sich als Aerosol in der Atemluft. Da sind Strickwaren bzw. einfache Stoffe keine wirklich zuverlässige Barriere! Auch fassen sich Menschen mit Masken häufiger ins Gesicht, da es juckt, ungewohnt ist usw. Das kann die Virusverbreitung sogar fördern. Wir sollten uns bei all diesen Maßnahmen häufiger in Erinnerung rufen, dass unser Gegenüber nicht in erster Linie potentielle Gefahr und mögliche Ansteckungsquelle, sondern Mitmensch ist.

    • Gibt es eine Maskenbefreiung?

      Die Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sieht in §9 eine Befreiung von der Maskenpflicht vor: "Personen, für die aufgrund einer Behinderung oder von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung nach Absatz 1 Satz 1 ausgenommen." Wir können Ihnen ein entsprechendes Attest ausstellen. Gleichwohl raten wir insbesondere Risikopatienten die bestmöglichen Schutzmaßnahmen einzuhalten.
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    • Lohnt sich die Corona-Warn-App?

      Ja, sie lohnt sich. Natürlich hat sie ihre Grenzen: Bluetooth wurde nicht für solche Messungen entwickelt und wenn das Smartphone irgendwo "herumliegt" nützt die App wenig. Dennoch ist jeder einzelne verhinderte Erkrankungsfall wichtig. Die App ist sicher und kostenlos. Je mehr Menschen sie nutzen, desto größer die Chance. Wir haben sie installiert. Auch ist der Abstrich kostenlos, wenn die App gewarnt hat.
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    • Haben Asthmatiker ein erhöhtes Risiko für COVID-19?

      Insbesondere gut eingestellte Asthmatiker haben nach jetzigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko eines schwereren COVID-19-Verlaufs. Möglicherweise ist das Risiko sogar geringer als in der Allgemeinbevölkerung. Hierzu gibt es eine offizielle Stellungnahme des deutschen Lungenfachärzteverbandes DGP. Asthmamedikamente dürfen und sollen weiter eingenommen werden.

    • Was ist mit Kindern?

      Anders als bei der "normalen" Grippe (Influenza) scheinen Kindern bei der Erkrankung und Übertragung von SARS-CoV-2 eine untergeordnete Rolle zu spielen. In Italien z.B. ist trotz der vielen schweren Erkankungsfälle und Toten kein einziges Kind und kein Jugendlicher an COVID-19 verstorben. Ähnlich sehen die Daten aus China aus. In den Niederlanden wurde die Ansteckungsfähigkeit von Kindern untersucht. Danach sind Kinder offenbar auch selbst kaum ansteckend, sondern werden höchstens von Erwachsenen angesteckt. Erklärungsmodelle sind u.a. das geringe Lungenvolumen. Wenn Kindern nicht erkranken bedeutet das eben auch, dass keine Symptome wie Husten auftreten, die das Virus weiterverbeiten. Außerdem scheint ein für das Virus wichtiger Rezeptor (ACE2) bei Kindern viel weniger als bei Erwachsenen vorzukommen.

    • Haben Sie als Ärzte eigentlich Angst vor Corona?

      Nein, keine Angst, aber durchaus Respekt. Angst würde uns den klaren Blick verstellen und vernünftige Entscheidungen behindern. Natürlich ist es ein etwas "mulmiges" Gefühl, z.B. als Notarzt zu einem hochansteckenden COVID-19-Patienten zu fahren. Aber das ist nunmal unser Beruf, den wir uns ausgesucht haben und den wir lieben. Wir stellen uns unserer Verantwortung und unseren Aufgaben in dieser Pandemie. Natürlich haben wir ein höheres Infektionsrisiko als viele andere Berufe. Gleichzeitig versuchen wir, diese Risiken u.a. durch organisatorische Maßnahmen für alle möglichst gering zu halten. Kein Risiko gibt es nicht. Das gibt es sonst im Leben aber auch nicht, wenn wir z.B. an den Straßenverkehr denken. Nur machen wir alle uns darüber oft keine Gedanken. Bei allem weltweiten Leid sollten wir auch nicht ganz vergessen, dass es eben doch sehr viele Menschen gibt, die einen milde oder gar unbemerkten Krankheitsverlauf haben. Dies betrifft ca. 80-90% der Erkrankten.

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    Kontakt

    Internisten bei der St. Johanniskirche

    Dr. med. Oliver Struck
    Dr. med. Christian Gade

    Bei der St. Johanniskirche 12
    21335 Lüneburg

    04131-46047

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