Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2, COVID-19-Erkrankung

 

Unser Praxisbetrieb läuft unter intensivierten und ständig gemäß den aktuellen Empfehlungen angepassten Hygienebedingungen weiter. So können wir Sie und uns bestmöglich schützen. Gleichzeitig stellen wir sicher, Ihnen mit unserem fachkompetenten Team weiterhin uneingeschränkt und gefahrlos zur Verfügung zu stehen.

Abstrich

Wir sind auch in der Lage, Abstriche durchzuführen. Dabei können wir u.a. Reise-Rückkehrer untersuchen. Bitte melden Sie sich hierfür telefonisch an. Die Befunde werden uns vom Labor in der Regel innerhalb von 24 Stunden übermittelt. Sie erhalten von uns zusätzlich einen QR-Code, mit dem Sie Ihr persönliches Abstrichergebnis direkt mit der Corona-Warn-App abrufen können.

Wenn Sie unter Erkältungsbeschwerden leiden und/oder Verlust des Geruchs-/Geschmackssinnes, rufen Sie uns bitte zunächst an (04131-46046) und kommen NICHT unangemeldet in die Praxis!

Viele Fragen, die uns häufig gestellt werden, haben wir in den FAQs unten auf der Seite beantwortet. Seriöse Informationen bietet u.a. das Robert-Koch-Institut.

Handschuhe Mundschutz

Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten). Bitte installieren Sie auch die Corona-Warn-App. Wir haben dies zur aller unserer Sicherheit auch getan! Sie helfen damit, Infektionsketten nachzuverfolgen. Außerdem sind Corona-Tests kostenlos, wenn die App alarmiert hat.

Der Praxisbetrieb läuft regulär unter verschärften Hygienebedingungen weiter: Wir schütteln z.B. keine Hände mehr und desinfizieren mehrfach täglich kritische Bereich. Die Praxisräume werden regelmäßig gelüftet. Zu Ihrer Sicherheit verwenden wir medizinischen Mund-/Nasenschutz. Gleichzeitig werden Infektpatienten räumlich und zeitlich getrennt versorgt. Auch die Lungenfunktionsprüfung ist möglich, da wir ohnehin grundsätzlich Einmalmaterial verwenden und Filter der Schutzklasse FFP3 (für SARS-CoV-2 wäre schon FFP2 ausreichend).

 

Coronavirus

Darüber hinaus können wir Antikörper-Diagnostik aus dem Blut durchführen. Damit kann überprüft werden, ob bereits Konakt zum dem neuen Coronavirus stattfand. Zwischen der Durchführung des Tests und Kontakt mit Verdachtsfällen sollten aufgrund der Inkubationszeit ca. 4 Wochen liegen, um ein verlässliches Ergebnis zu erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Testgenauigkeit und -zuverlässigkeit angesichts der neuartigen Erkrankung noch nicht vollständig gesichert und wird ständig weiterentwickelt.

Auch der Corona-Antigen Schnelltest ist noch nicht ausreichend validiert und zuverlässig genug. Entsprechende Studien erfolgen derzeit aber in mehreren Zentren u.a. in Hannover, so dass diese ständig verbessert wird. Sowie eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erfolgt, werden wir diesen einsetzen. Dies wird voraussichtlich ab Ende Oktober der Fall sein. Vorteile sind die geringen Kosten und das schnell zu Verfügung stehende Ergebnis (ca. 30min.)

Häufige Fragen - FAQ - Coronavirus

  • Was ist COVID-19?

    COVID-19 ist die offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Sie kann viele Organe befallen. Neben der Lunge rücken die Blutgefäße mehr und mehr ins Blickfeld der Medizin.

  • Gibt es eine Therapie für COVID-19?

    Ja und Nein. Inzwischen können wir die Erkrankung in gut entwickelten Gesundheitssystemen, wie in Deutschland, gut behandeln. Dabei gibt es noch keinen echten Durchbruch einer spezifischen Virustherapie. Mit Remdesivir, einem antiviralen Medikament, wurde ein erster Ansatz gemacht. Das Medikament verkürzt in Studien die Krankheitsdauer. Evtl. sinkt auch die Sterblichkeit. Eine entsprechende Zulassung in den USA und in Europa wurde von den Behörden erteilt. Das Medikament steht in Deutschland auch zur Verfügung. Auch niedrig dosiertes Cortison für wenige Tage kann in der Akutphase zu einer deutlichen Verbesserung beitragen. Die dadurch behandelte überschiessenden Immunantwort auf das Virus verbessert die Prognose. Dies zeigen inzwischen gleich mehrere Studien. Die Forschung läuft intensiv mit weiteren aussichtsreichen Substanzen. Darunter sind u.a. gezielte Antikörper, wie wir sie schon seit Jahren z.B. aus der Rheumatherapie kennen. Wesentlich ist offenbar eine vorübergehende "blutverdünnende" Therapie. In der Summe sind wir in der Medizin viel weiter, als noch zu Beginn der Pandemie. Die Fallzahlen steigen zwar insgesamt. Die Sterblichkeit aber sinkt erheblich auch durch die Fortschritte in der Therapie.

  • Mutiert das Virus? Wird es gefährlicher?

    SARS-CoV-2 unterliegt Mutationen wie viele andere Viren auch. Das ist ein normaler Vorgang, wenn bei der Virusvermehrung kleine Ungenauigkeiten entstehen und sich das Virus seiner Umgebung anpasst. Dabei mutiert das neue Coronavirus relativ langsam. Es gibt inzwischen eine dreistellige Zahl unterschiedlicher Subtypen, die sich aber alle recht ähnlich sind. Eine Mutation bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Virus gefährlicher oder gar tödlicher wird: Für die Ausbreitung eines Virus ist es von Vorteil, wenn der Wirt - in diesem Falle der Mensch - am Leben bleibt. Oft führen Mutation zu einer erhöhten Ansteckung, nicht aber zu schwereren Krankheitsverläufen. Möglich ist sogar eine Entwicklung zu milderen Verläufen durch eine Abschwächung des Virus. Eine aggresive Form ist für das Virus nicht von Vorteil. Weltweit dominiert derzeit der Typ "D614G". Die Impfstoffentwicklung wird durch die geringe/langsame Mutation begünstigt.

  • Wie weit ist die Impfung?

    Update: Inzwischen haben zwei Firmen den formellen Zulassungsprozess begonnen: BioNtech(Mainz)/Pfizer(USA) und AstraZeneca/Oxford (Schweden/Großbritannien). Insgesamt gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit etwa 180 Projekte zur Entwicklung von Impfstoffen=Vakzinen weltweit. 35 Impfstoffkandidaten befinden sich bereits in klinischen Studien. In Deutschland haben das Mainzer Unternehmen BioNTech und die Tübinger Firma CureVac mit klinischen Prüfungen im Menschen begonnen. Dabei sind alut der deutschen Zulassungsbehörde (PEI) bereits 18 Präparate in die abschließende Phase 3 eingetreten. Das bedeutet, diese Impfstoffe haben bereits Tests an Tier und Mensch erfolgreich durchlaufen: Verträglichkeit und Immunantwort sind positiv. Jetzt werden die Impfstoffe an vielen tausend Freiwilligen getestet, um die Wirksamkeit zu beweisen. Der Impfstoff der Oxford University wird z.B. seit Anfang Juli in Brasilien verwendet. Auch die Impfstoffe von BioNTech aus Mainz und Moderna aus den USA gingen im Juli in die Phasen 2b bzw. 3 und werden an über 30.000 Menschen gestet. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson startet im September eine große Phase-3-Studie, um zu prüfen, ob sein COVID-19-Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus schützt. Dabei werden ca. 60.000 Freiwilligen in verschiedenen Ländern wie den den USA, Brasilien, Südafrika, Argentinien, Chile, Kolumbien usw. den Impfstoff oder ein Placeob verabreicht bekommen. Ergebnisse sind gegen Jahresende zu erwarten. Weitere Studien laufen u.a. in Indien. Auch die chinesichen Firmen Sinovac und Sinopharm testen in Brasilien und den vereinigten arabischen Emiraten. Völlig unklar ist die Situation hinsichtlich des russischen "Sputnik" Impfstoffes, der offenbar ohne abgeschlossene Studien in Russland zugelassen wurde. Verlässliche wissenschaftliche Daten fehlen bisher bzw. sind offenkundig nicht glaubwürdig oder sogar manipuliert. Es wird noch dauern, bis wir wirklich verlässliche Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten haben. Diese Sicherheit brauchen wir, um als Ärzte uns selbst, unseren Mitarbeitern und Ihnen als Patienten weltweit einen wirklich verlässlichen und verträglichen Impfstoff guten Gewissens geben zu können. Diesen Winter werden wir wohl ohne breit verfügbaren Impfstoff auskommen müssen. Ganz neu sind viele dieser Impfstoff übrigens nicht. Häufig werden alt bekannte Impfstoffe "umgebaut". Der Impfstoffkandidat von Johnson & Johnson basiert z.B. auf einer von der Tochterfirma Janssen entwickelten Impfung gegen das Ebolavirus, die bereits von der EU zugelassen wurde. Viele Fragen sind aber noch offen: Schützt der Impfstoff zuverlässig? Wie viele Impfungen sind nötig? Wie lange hält der Schutz an? Wirkt der Impfstoff bei allen Altersgruppen?

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben?

    Die Frage ist schwierig zu beantworten, weil wir schlicht nicht wissen, wie viele Menschen evtl. auch unbemerkt erkrankt sind bzw. waren. Dies führt auch zu unterschiedlichen Sterblichkeitsbegriffen und- raten. Anfang Juli waren in Deutschland ca. 200.000 COVID-19-Fälle bekannt, von den etwa 9.000 gestorben sind. Das ergab ca. 4.5% Fallsterblichkeit. Anfang Oktober ist diese auf 2.99% gesunken (ca. 321.000 Infizerte und 9600 Tote). Aber: Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr unentdeckte Erkrankungsfälle - dann wäre die Sterblichkeit auch noch geringer. Die WHO hat im Oktober 2020 eine Studie von John P. A. Ioannidis, Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität veröffentlicht. Danach liegt die Gesamtsterblichkeit bei ca. 0.23% der Infizierten. Bei der Bevölkerungsgruppe der Menschen unter 70 Jahre, betrug die durchschnittliche Rate sogar nur 0,05%. Entscheidende Risikofaktoren sind: Alter (der Altersdurchschnitt der verstorbenen Patienten liegt bei etwas über 80 Jahren), Übergewicht, Gefäßerkrankungen und damit wahrscheinlich auch Rauchen. Eine andere Betrachtungsweise berücksichtigt die Gesamtsterblichkeit: In Deutschland sind in der ersten Jahreshälfte 2020 mit COVID-19 nicht mehr und nicht weniger Menschen gestorben, als in den Jahren zuvor ohne SARS-CoV-2. Dies ist sicher auch den Schutzmaßnahmen und dem medizinischen Fortschritt in der Behandlung dieser Krankheit zu verdanken.

  • Wie schütze ich mich und andere am besten?

    Abstand halten und gute Händehygiene (Seife!) sind wohl die entscheidenden Faktoren. Große Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bergen das höchste Risiko. Wenn wir gut lüften oder uns im Freien aufhalten, hat es das Virus deutlich schwerer, Menschen zu infizieren. Mund-Nasen-Masken können einen gewissen Schutz bieten. Gerade selbstgenähte Masken bringen wahrscheinlich deutlich weniger Schutz als die oben aufgeführten Maßnahmen. Vergessen wir nicht: Das Virus ist so klein, dass wir es nur unter dem Elektronenmikroskop sehen. Es verbreitet sich als Aerosol in der Atemluft. Da sind Strickwaren bzw. einfache Stoffe keine wirklich zuverlässige Barriere! Auch fassen sich Menschen mit Masken häufiger ins Gesicht, da es juckt, ungewohnt ist usw. Das kann die Virusverbreitung sogar fördern. Wir sollten uns bei all diesen Maßnahmen häufiger in Erinnerung rufen, dass unser Gegenüber nicht in erster Linie potentielle Gefahr und mögliche Ansteckungsquelle, sondern Mitmensch ist.

  • Gibt es eine Maskenbefreiung?

    Die Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sieht in §9 eine Befreiung von der Maskenpflicht vor: "Personen, für die aufgrund einer Behinderung oder von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung nach Absatz 1 Satz 1 ausgenommen." Wir können Ihnen ein entsprechendes Attest ausstellen. Gleichwohl raten wir insbesondere Risikopatienten die bestmöglichen Schutzmaßnahmen einzuhalten.
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  • Lohnt sich die Corona-Warn-App?

    Ja, sie lohnt sich. Natürlich hat sie ihre Grenzen: Bluetooth wurde nicht für solche Messungen entwickelt und wenn das Smartphone irgendwo "herumliegt" nützt die App wenig. Dennoch ist jeder einzelne verhinderte Erkrankungsfall wichtig. Die App ist sicher und kostenlos. Je mehr Menschen sie nutzen, desto größer die Chance. Wir haben sie installiert. Auch ist der Abstrich kostenlos, wenn die App gewarnt hat.
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  • Haben Asthmatiker ein erhöhtes Risiko für COVID-19?

    Insbesondere gut eingestellte Asthmatiker haben nach jetzigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko eines schwereren COVID-19-Verlaufs. Möglicherweise ist das Risiko sogar geringer als in der Allgemeinbevölkerung. Hierzu gibt es eine offizielle Stellungnahme des deutschen Lungenfachärzteverbandes DGP. Asthmamedikamente dürfen und sollen weiter eingenommen werden.

  • Was ist mit Kindern?

    Anders als bei der "normalen" Grippe (Influenza) scheinen Kindern bei der Erkrankung und Übertragung von SARS-CoV-2 eine untergeordnete Rolle zu spielen. In Italien z.B. ist trotz der vielen schweren Erkankungsfälle und Toten kein einziges Kind und kein Jugendlicher an COVID-19 verstorben. Ähnlich sehen die Daten aus China aus. In den Niederlanden wurde die Ansteckungsfähigkeit von Kindern untersucht. Danach sind Kinder offenbar auch selbst kaum ansteckend, sondern werden höchstens von Erwachsenen angesteckt. Erklärungsmodelle sind u.a. das geringe Lungenvolumen. Wenn Kindern nicht erkranken bedeutet das eben auch, dass keine Symptome wie Husten auftreten, die das Virus weiterverbeiten. Außerdem scheint ein für das Virus wichtiger Rezeptor (ACE2) bei Kindern viel weniger als bei Erwachsenen vorzukommen.

  • Haben Sie als Ärzte eigentlich Angst vor Corona?

    Nein, keine Angst, aber durchaus Respekt. Angst würde uns den klaren Blick verstellen und vernünftige Entscheidungen behindern. Natürlich ist es ein etwas "mulmiges" Gefühl, z.B. als Notarzt zu einem hochansteckenden COVID-19-Patienten zu fahren. Aber das ist nunmal unser Beruf, den wir uns ausgesucht haben und den wir lieben. Wir stellen uns unserer Verantwortung und unseren Aufgaben in dieser Pandemie. Natürlich haben wir ein höheres Infektionsrisiko als viele andere Berufe. Gleichzeitig versuchen wir, diese Risiken u.a. durch organisatorische Maßnahmen für alle möglichst gering zu halten. Kein Risiko gibt es nicht. Das gibt es sonst im Leben aber auch nicht, wenn wir z.B. an den Straßenverkehr denken. Nur machen wir alle uns darüber oft keine Gedanken. Bei allem weltweiten Leid sollten wir auch nicht ganz vergessen, dass es eben doch sehr viele Menschen gibt, die einen milde oder gar unbemerkten Krankheitsverlauf haben. Dies betrifft ca. 80-90% der Erkrankten.

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Kontakt

Internisten bei der St. Johanniskirche

Dr. med. Oliver Struck
Dr. med. Christian Gade

Bei der St. Johanniskirche 12
21335 Lüneburg

04131-46047

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